Bremer Gardemanöver

Tabletop- und Strategiespieleverein Siemens Berlin

13. Bremer Gardemamöver

Am 18. April 2008 war es wieder soweit. Wir, Mathias, André, René und ich, wollten uns wieder auf den Weg nach Bremen machen, zum 13. Bremer Gardemanöver.

Nach ein paar kleineren Problemen bei der Reservierung des Mietwagens wartete bereits bei der Übergabe des Autos eine kleine Überraschung auf uns: statt des gewünschten Passat Kombi stellte man uns ein SUV von Nissan vor die Tür.

Nachdem Mathias und ich unser Gepäck verladen hatten, holten wir André und René, die direkt von der Arbeit kamen, vom S-Bahnhof ab und machten uns auf den Weg in Richtung Bremen.

Bis auf einen kleinen Unfall auf der Autobahn, an dem wir vorbeifuhren, verlief die Fahrt ruhig und ohne weitere Vorkommnisse, so dass wir gegen 17 Uhr die bereits bekannte Vereinshalle des Kleintierzüchtervereins Bremen erreichten.
Nachdem wir uns einen Schlafplatz, diesmal mit Blick auf den Wetterbericht gleich in der Halle, gesucht und das Gepäck ausgeladen hatten, wollten wir, wie auch letztes Jahr, uns auch diesmal wieder ein paar Getränke im um die Ecke gelegenen Supermarkt einkaufen. Als wir auch diesmal wieder kein dunkles Bier fanden, wollten Mathias und René sich aber nicht damit abfinden. Da wir sowieso noch etwas essen wollten, machten wir uns auf den Weg in Richtung eines in der Nähe befindlichen Einkaufszentrums.
Nachdem wir uns im dortigen größeren Supermarkt mit den passenden Getränken eingedeckt hatten, kehrten wir noch beim großen gelben M ein und machten uns danach wieder auf den Rückweg.

Da neben den am Samstag gespielten Szenarien auch wieder reichlich Zeit für sogenannte Chapterfights vorhanden war, suchten wir Marauder Wolves, André, René und ich, uns einen Gegner, der bereit war gegen uns anzutreten. Diesen fanden wir in Kai, der mit Unterstützung von Bodo seine Mechs aufs Feld führen wollte.

Zur gleichen Zeit war Mathias zusammen mit Steffen und den anderen aus dem Raum Dresden mit ihrem Chapter, den Harlekins, dabei die alte Erbfeindschaft der Freien Republik Rasalhague und dem Drakonis Kombinat zu pflegen.

Zurück zu unserem Spiel. Nachdem wir mit unseren schnellen Maschinen im Schutze eines Berges schnell vorrückten, nutzen unsere Gegner das günstigere Gelände eines bewaldeten Hügels, um uns von dort aus unter Beschuss zu nehmen. Nachdem unsere Piloten nach mehreren Schusswechseln nicht in der Lage waren mehr als nur ein bisschen Farbe von den gegnerischen Mechs zu kratzen und unsere Maschinen kurz davor waren auseinander zu fallen, bekamen sie vom Oberkommando den Befehl zum Rückzug und überließen damit dem Gegner das Feld und den Sieg.

Da es für einen Con noch reichlich früh war, es war noch nicht mal Mitternacht, und auch in der Halle noch reichlich aktiv gespielt wurde, beschlossen René und ich noch schnell ein paar Clanmaschinen gegeneinander aufs Feld zu führen. Ich trat mit zwei Maschinen meiner Wolf Marauders von Clan Wolf gegen zwei Maschinen seiner Golden Bears vom Clan Geisterbär an.
Nach einigen glücklichen Würfelwürfen meinerseits konnte ich den Fight für mich gewinnen, allerdings nicht ohne auch eine Maschine dabei einzubüßen.

Obwohl in der Halle immer noch gespielt wurde, entschloss ich mich kurz nach 2 Uhr schlafen zu legen, denn schließlich stand uns noch ein anstrengender Tag bevor.

Kurz vor 8 Uhr stand ich dann auf und war erfreut, dass ich im Vergleich zum Vorjahr sehr gut geschlafen hatte. Das hatte wohl vor allem an meinem neuen Schlafsack und meiner Feldliege gelegen.
Ich ging zunächst Frühstücken und war erstaunt, dass die meisten Spieler dann doch relativ schnell aus den Federn kamen, obwohl einige wohl bis kurz vor sechs erst schlafen gegangen waren.
Gegen 9 Uhr begann dann die offizielle Anmeldung, wo dann auch die vorher ausgesuchten Aufstellungen kontrolliert und markiert wurden. Da wir unsere Teams schon im Vorfeld zusammengestellt hatten, André würde zusammen mit Mathias, Steffen, Evil und Peter bei den Harlekins spielen, während René und ich uns Falk, Tom und Holger von den Heartbreakers anschließen würden.
Nachdem das beendet war, fand dann um 10 Uhr die Einweisung für die allgemeinen Sonderregeln der Szenarien statt.

Es traten insgesamt zehn Teams mit jeweils vier bis fünf Spielern gegeneinander an, wobei an jedem der fünf Tische ein anderes Szenario gespielt wurde. Dieses Jahr waren die meisten Szenarien an die Serie Firefly angelehnt, was im Vorfeld schon einiges an Spaß versprach.
Am Tisch 5 mit dem Szenario &bdquoThe Train Job&ldquo trafen wir auf unseren ersten Gegner des Tages: Die Günzburg Igels.
Das Ziel des Szenarios war es einen mit Versorgungsgütern beladenen Zug der Regierung zu kapern oder zu verhindern, dass dem Gegner der Zug in die Hände fiel.

Hier kommt die geballte Macht des Gegners:

Hier kommt unsere Antwort und rechts im Hintergrund der Zug:

Nachdem unsere Gegner versuchten den Zug so schnell wie möglich zu übernehmen peilten wir eine Stelle weiter hinten auf der Karte an. Nachdem wir die erste Übernahme des Zuges durch rechtzeitiges Verschrotten des Infanterietransporters verhindern konnten, ging die Hetzjagd nach dem Zug weiter.
Zwei Runden später schafften beide Parteien gleichzeitig ein Aufspringen auf den Zug. Gerade noch rechtzeitig bevor auch ihre Transporter zu Altmetall verarbeitet wurden.

Daraufhin entbrannte allerdings ein heftiges Feuergefecht zwischen den beiden Kapertrupps in der Lok, den der letzte Infanterist der Gegenseite für sich beanspruchen konnte.
Zunächst hatte also der Gegner den Zug, aber wir hatten ja noch einen Kapertrupp in Reserve.
Der Zug fuhr also weiter und wir bereiteten uns darauf vor unseren zweiten Transporter parallel zur Schiene zu bringen.
Zunächst versuchte noch ein gegnerischer Mech unseren Transporter zu stoppen. Dabei hatte er seine Geschwindigkeit wohl falsch berechnet, denn er blieb direkt vor dem heranrasenden Zug stehen und wurde von diesem überrollt, ohne das er dabei langsamer wurde.

Nachdem der erste Versuch des zweiten Trupps überzusetzen scheiterte, schaffte er es auf dem letzten Feld des Spielplans gerade noch auf die Lok zu springen, bevor sein Transporter jäh von den Füßen eines Charger gestoppt wurde.
Nachdem unser Trupp den letzten gegnerischen Infanteristen auf der Lok überwältigt hatte und der Gegner es nicht schaffte den Zug durch zerstören des ersten Waggons aufzuhalten, hatten wir das Spiel für uns entschieden.

Nach einer Pause, die die Orga zur Auswertung der ersten Runde und zur Vorbereitung der zweiten nutzte, trafen wir dann gegen 17 Uhr wieder an Tisch5 auf unseren nächsten Gegner: Die Phoenix Guard.

In dem Szenario, das diesmal &bdquoJaynestown&ldquo hieß, sollte die Übernahme der Stadt durch die Festnahme des Bürgermeisters Quimby und des Polizeichefs Wiggum vorbeireitet werden. Das Spiel sollte als Halbblind gespielt werden, dass heißt man sieht den Gegner zunächst nur als Blips auf dem Radar, ohne die Einheiten identifizieren zu können.
Der Gegner umging dieses Hindernis mit einem für dieses Szenario gekauften VTOL, mit dem sie unsere Einheiten bereits in der ersten Runde entdeckten. Ich revanchierte mich in der zweiten Runde, indem ich mit einem leichten sprungfähigen Mech auf ein höheres Gebäude in der Nähe sprang und mir von dort einen Überblick verschaffte.

Nachdem wir recht schnell den ungefähren Standort des Polizeireviers herausfinden konnten stellten wir eine Lanze Mechs und einen Transporter mit Militärpolizisten ab, um ihn in Gewahrsam zu nehmen.
Auf der Suche nach dem Bürgermeister ließen wir uns zunächst vom Namen täuschen und suchten den Bürgermeister bei seiner Freundin im Hotel. Während unsere Suche dort erfolglos war, hatten die Gegner, ohne dass wir es wussten, den Bürgermeister bereits im Rathaus gefunden.
Über mehrere Runden lang wurde dann versucht, sich in eine vorteilhaftere Position zu bringen, ohne das auch nur ein einziger Schuss gefallen wäre. Auch als der Gegner unerwartete Unterstützung erhielt, ließen wir uns davon nicht verwirren.

Nachdem wir unseren Fehler mit dem Bürgermeister bemerkt hatten, versuchten wir ihn doch noch im Rathaus zu finden, dort trafen wir ihn allerdings nicht mehr an, sondern lieferten uns nur noch eine Schnipseljagd mit der gegnerischen Militärpolizei. Als wir den Bürgermeister nicht fanden, besetzte unsere Militärpolizei das Rathaus, um den Bürgermeister bei seiner eventuellen Rückkehr zu erwarte und um die Verwaltung zur Mitarbeit zu bewegen.
In der Zwischenzeit hatten wir allerdings den Polizeichef gefunden und befanden uns mit allen Einheit auf dem Weg zum Bahnhof, der uns als Evakuierungspunkt genannt worden war.

Im Zusammenhang schien dieses Szenario auf ein Patt hinauszulaufen, dass unser Gegner zu lösen versuchte, indem er uns zur Aufgabe überreden wollte. Da eine Aufgabe, in der aus unserer Sicht besseren Position, nicht infrage kam, bestand unsere einzige Antwort im Durchdrücken sämtlicher zu findender Feuerknöpfe.
Als sich der Rauch verzogen hatte, war ein leichter gegnerischer Mech zerstört und ein überschwerer lag schwer beschädigt am Boden, während unsere Maschinen zwar auch Schäden davon getragen hatten, aber immer noch alle standen.
Damit war dieses Szenario beendet, ohne dass eine Seite einen klaren Sieg für sich verbuchen konnte. Den Rest würden die Spielleiter zu entscheiden haben.

Da es mit kurz vor 11 Uhr noch relativ früh war, entschlossen André, René und ich noch die Heartbreakers zu einer Revanche herauzuforden, gegen die ich zu Ostern einen Kampf verloren hatte. Nachdem wir uns über die Punktgröße geeinigt hatten, begannen wir das Spiel auf einem, mit nur einer Karte, absichtlich zu kleinem Spielfeld.
Nach ein paar schnellen Stellungswechseln und ein paar guten Würfelwürfen unsererseits und ein paar schlechten Würfen des Gegners, befanden wir uns in der besseren Position und konnten das Spiel für uns gewinnen.
Leider war ich schon zu müde, um daran zu denken, Fotos zu machen.

Gegen halb zwei Uhr nachts ging ich dann doch etwas früher schlafen als am Vortag, wobei auch diesmal wieder in der Halle noch weiter gespielt wurde.

Am Sonntag war ich dann auch wieder kurz nach 8 Uhr wach und freute mich über das Frühstück und das nächste Spiel, das wir schon im Vorfeld verabredet hatten.
Da an diesem Tag keine weiteren Pflichtveranstaltungen auf dem Plan standen, nutzten viele Spieler die Zeit, um sich vor dem Weg nach Hause einmal richtig auszuschlafen.

Gegen 10 Uhr begannen wir dann unser Spiel gegen Holger und seine Titan Hunters. Während der Gegner massiert vorrückte, verteilten wir unsere Maschinen und machten mit unseren Panzern ein Flankenmanöver, um dem Gegner in die Flanke fallen zu können. Nur seine leichten Scoutpanzer versuchten uns auf der linken Flanke zu umgehen.

Nachdem wir unser Feuer jeweils auf seine beiden schwersten Maschinen konzentrierten, hatten wir in einer Runde genug Glück, um drei seiner Maschinen schwer beschädigt zu Boden zu Schicken. Als dabei auch noch einer seiner Piloten bewusstlos wurde, sah Holger keine Chance mehr den Kampf zu gewinnen und wir konnten uns über den zweiten Sieg an diesem Wochenende freuen.

Kurz unterbrochen wurden wir während des Spiels von der Siegerehrung für die am Vortag gespielten Szenarien.
Laut den Worten der Orga passierten dort drei Sachen, die noch nie zuvor auf einem Gardemanöver vorgekommen waren.
Zum ersten war der Lucky Looser vom letzten Jahr auch diesmal wieder auf dem letzten Platz. Zum zweiten gab es dieses Mal keinen vierten Platz, sondern der dritte Platz wurde zweimal vergeben. Zum einen freute sich das Team mit Jochim, Tobias, Kai, Björn und Marko) über ihren dritten Platz.

Zum anderen hatten René und ich auch einen Grund zum Jubeln, da wir es zusammen mit unserem Team (Falk, Tom, ich, Rene und Holger) ebenfalls auf den dritten Platz geschafft hatten.

Und drittens: Wenn man schon keinen vierten Platz hat, kann man auch keinen zweiten Platz haben, und so teilten sich die Harlekins (Mathias, Steffen, Evil, Andre und Peter) ihren ersten Platz

mit der Davion Assault Guard

Zum Abschluss bleibt nur noch sich bei der Orga und unseren Gegenspielern für ein wundervolles Wochenende mit spannenden und spaßigen Spielen zu bedanken.
Es hat mir wieder Spaß gemacht und ich werde auf jeden Fall, sollte mir die Arbeit keinen Strich durch die Rechnung machen, nächstes Jahr auch wieder mit dabei sein.
Aber bevor ich den Bericht jetzt abschließe gilt unser letzter und besonderer Dank an die Damen von der Truppenbetreuung, die sich immer mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen um unser leibliches Wohl gekümmert haben. Also: vielen Dank für das super Essen.

Also auf Wiedersehen und danke für den ganzen Fisch Sascha, André, René und Mathias