Bericht

Tabletop- und Strategiespieleverein Siemens Berlin

Prolog

Am 28. und 29.10.06 war es endlich soweit. Der Verein würde wieder auf große Fahrt gehen. Diesmal erwartete uns das Legends 2006 in Cuxhaven. Dabei handelt es sich um das Abschlussturnier einer richtigen Tunier-Serie. Gespielt wurde mit 2500 Punkten, einigen Einschränkungen, einem Kategorie-System und 5 Szenarien.

Da es sich um ein Zweitages-Turnier handelte, reisten wir schon am 27.10.2006 an. Die Vorbereitung verlief durchwachsen, für die einen besser, für die anderen schlechter. Da die Turnierleitung die Punkte von 2000 auf 2500 erhöhte, musste ich ganz schön rudern, um überhaupt am Turnier teilnehmen zu können. So wurde ein alter Chaos-Kriegerstreitwagen noch kurz ins Armee-Gesamtbild eingefügt und alle anderen Truppen aufs Maximum aufgebläht. Sorry noch einmal an alle Gegner für die 5 Streitwagen.

Meine Armee
1

Beastlord
Mark of Chaos Undivided, General
Sword of Might, Crown of Everlasting Conquest, Armour of Damnation, Shield
Chariot

283 
1 Wargor
Mark of Chaos Undivided, Heavy Armour
Battle Standard, Vitriolic Totem
114 
1

Bray Shaman (Level 1)
Mark of Chaos Undivided, Braystaff, 2 x Dispel Scroll

131 
 1

Wargor
Mark of Tzeentch, Lore of Tzeentch, Great Weapon,
Heavy Armour, ShieldTalisman of Protection, Dispel Scroll

180 
19

Bestigor Herd
Great Weapon, Heavy Armour, Standard, Musician, Champion
War Banner

295 

5 Gors & 6 Ungors
Hand Weapon & Shield or Spear & Shield, Musician, Champion

97 
11 Gors & 6 Ungors
Additional Hand Weapon or Spear & Shield, Standard, Musician, Champion
143 
3

Tuskgor Chariot
Mark of Chaos Undivided

255 
1

Chaos Chariot
Mark of Chaos Undivided

120 
5 Chaos Warhounds 30 
9

Centigors
Spear, Throwing Axes, Light Armour, Shield, Standard, Musician, Champion

255 
5 Screamers of Tzeentch 165 
3

Minotaurs
Mark of Chaos Undivided, Great Weapon, Light Armour

147 
1

Chaos Giant
Mutant Monstrosity

225 
1 Spawn of Chaos 60 
2500 

Leider musste sich Chaos Robert kurzfristig einer Operation unterziehen, so das ein Spieler ausfiel. Also würden wir nur zu siebt fahren. Doch dann erreichte uns der Ruf von Boris Grimm, einem sehr guten Spieler aus Berlin, und wir waren wieder zu acht. Sascha ("MacCall") und Stefano ("Elfoscuro") hatten sich bereiterklärt zu fahren, da Saschas Auto aber nicht 4 Mann und ihre gesamten Truppen transportieren konnte, wurde einiges in das Auto von Stefano ausgelagert. Sascha, Matthias ("Blood Dragon") und wir ("Die Wölfe") machten uns dann am Freitag um 15:00 Uhr auf den Weg nach Cuxhaven. Stefano, Stephan ("Brumbaer"), Boris ("Bogrim") und Robert (" RobertIII") folgten uns ab 17.00 Uhr. Nach 6 Stunden Fahrt waren wir in unserem Hotel angekommen und warteten auf die anderen. Da nur wir mit zähem Verkehr zu kämpfen hatten, trafen sie bereits eine knappe Stunde später ein. Die Küche des Hotels hatte schon 21.00 Uhr geschlossen, wir konnten jedoch die Inhaberin überreden, uns ein warmes Essen zu bringen. Unsere Nachzügler bekamen leider nur noch einen Salat. Nachdem wir alle gesättigt waren und uns noch über dies und das unterhalten hatten, suchten wir unsere Zimmer auf, um eine Mütze voll Schlaf zu nehmen.

Sieben von uns hatten die Nacht mit Schlafen verbracht, Boris musste leider einen Teil davon opfern, um seine Armee noch auf 2500 Punkte bemalte Modelle zu bekommen. Nachdem wir uns am nächsten Morgen mit einem Frühstück gestärkt hatten, fuhren wir zum Austragungsort. Dabei handelte es sich um eine große und etwas zugige Sporthalle. Bei der Anmeldung mussten wir leider feststellen, das die Teams auf eine Größe von 5 begrenzt waren. Also teilten wir uns in Siemens TT "Alt" und "Jung". Mein 10 Minuten Altersunterschied zu meinem Bruder qualifizierten mich für das Team "Alt". Boris wurde in das Team "Jung" aufgenommen . Nachdem jeder seine Bestechung abgeliefert hatte (man erhielt einen Turnierpunkt für mitgebrachte Süßigkeiten), begannen wir mit dem Auspacken unserer und dem Begutachten der anderen Armeen. Von den anderen Teilnehmern (insgesamt spielten 94 Spieler mit) kannte man auch so manches Gesicht. Teilweise kannte man sie vom "Alsterkloppen light" oder aus den einschlägigen Foren und den dort enthaltenen Spielberichten.

Spiel 1

Gegen 10:30 Uhr wurde das Turnier offiziell eröffnet. Leider stellte sich heraus das sich nachträglich doch noch ein paar Regeln geändert hatten. So musste nach dem Cuxhavener-Prinzip aufgestellt werden, das bedeutete man würfelte, der Gewinner entschied sich ob er Angreifer oder Verteidiger sein wollte. Der Angreifer stellte als erstes 50 % seiner Armee auf, dann folgte der Verteidiger, dann wieder der Angreifer usw. Der Angreifer hatte dann den ersten Spielzug. Nachdem dies geklärt war, ging es auch schon los.

Im ersten Spiel stellte mein Gegner Dunkelelfen auf. Kurz bevor wir mit dem ersten Spielzug begannen, fragte er mich nach meinem Familienname. Ich nannte ihn ganz verdutzt und sah plötzlich ziemliche Erleichterung auf der anderen Tischseite. Mein Gegner hatte befürchtet das ich Sunzi (André Bernreiter) wäre, da dieser im letzten Jahr auch oft mit Tiermenschen angetreten war. Nachdem dies geklärt war, konnte das Spiel beginnen. Das Spiel war wieder ein typisches Warhammer-Spiel, das Schlachtenglück wogte von einer Seite zur Anderen, doch am Ende konnte ich das Spiel mit 10:6 für mich entscheiden.

Spiel 2

Nach einer Mittagspause ging es sofort gegen die nächste Armee weiter. Diesmal warteten Zwerge auf mich. Bis auf eine taktische Superfehlleistung auf meiner Seite, ich zog den Riesen gegen 10 Armbrustschützen ständig nach vorne, war es eigentlich ein typisches Spiel gegen Zwerge. Ich räumte mit meinen Kreischern 2 Speerschleudern und einmal Armbrustschützen ab. Die Orgelkanone explodierte. Ich verlor meinen Riesen gegen die zweiten Armbrustschützen. Dieser wurde aber durch die Centigors gerächt. Nun taten sich zwei Möglichkeiten auf, entweder Zurückziehen (typisches Verhalten gegen Zwergenarmeen) oder Angriff. Da ich aber nicht 500 km gefahren bin, um mich Zurückzuziehen, griff ich an. Leider erschlug ein Zwergenheld meine Centigors und ich verlor noch meine Bestigors. So gewann mein Gegner verdient mit 11:5.


Spiel 3

Im dritten Spiel erwischte es mich so richtig. Mein Gegner stellte Waldelfen mit zwei Baummenschen und einem Walddrachen auf. Das Spiel verlief eigentlich typisch, er schoss und ich versuchte ein paar Punkte im Nahkampf zu machen. Eigentlich war das Spiel ziemlich ausgeglichen, bis ich aus Mangel an Siegpunkten meinen Riesen einfach vor die "Wilde Jagt" des Gegners stellte. Dieser griff auch an, konnte aber den Riesen nicht ausschalten. In der zweiten Nahkampfphase gelang es ihm auch nicht und dann fing der Riese an herum zu springen. Das Resultat, ich bekam die Punkte für die "Wilde Jagt". Nun sah es eigentlich gar nicht mehr so schlecht aus, bis in der vorletzten Runde meine Gorherde, mit angeschlossenem Armeestandartenträger und Tzeentch-Helden, der Kampflust unterlagen und einen Baummenschen angreifen musste. Das Ende vom Lied, ich verlor in meiner letzten Runde ca. 500 Punkte durch zwei Baummenschen und einen Drachen. Wir trennten uns dann mit einem 5:11 für meinen Gegner.

Damit war der erste Tag so ca. 20:30 Uhr beendet. Wir fuhren ins Hotel zurück und bekamen, diesmal durch rechtzeitige telefonische Ankündigung, auch alle noch etwas warmes zu Essen. Den restlichen Abend verbrachten wir mit Gesprächen über Sport und andere wichtige Themen ;-). Außerdem kam die Theorie auf, das der Genuss von Bier beim Würfeln helfen würde. Stephan und Boris testeten gleich diese Theorie (sie half leider nur Stephan am nächsten Tag, Boris konnte keine Verbesserung feststellen, eher das Gegenteil). Gegen 1:00 Uhr warf uns die Wirtin mit einem "Können wir für heute Schluss machen." aus der Bar. Da in dieser Nacht die Uhr eine Stunde zurückgestellt wurde, nutzten wir dies zum Ausschlafen.

Spiel 4

Am nächsten Tag trafen wir gegen 10:15 Uhr wieder pünktlich am Turniergeschehen ein. Das mit dem Pünktlich sah die Turnierleitung leider etwas anders, so das das Auspacken der Armeen etwas schneller von statten gehen musste.

Im ersten Spiel an diesem Tag erwartete mich eine Carstein-Vampir-Armee. In diesem Szenario konnte man ein Einzelmodell des Gegners entfernen. Dieses Modell nahm nicht an der Schlacht teil und zählte zusätzlich als Siegespunkte. Ich entfernte das Einzige was mir gefährlich werden konnte, die "Schwarze Kutsche". Mein Gegner nahm meinen Tzeentch-Helden aus dem Spiel. Das Spiel verlief sehr gut für mich. Ich konnte sogar die Doppel-Eins-Regel (Aufriebtest) in einer wichtigen Situation anwenden. Mein Gegner zerlegt sich in seiner letzten Runde seinen General mit einem Doppel-Eins-Patzer. Ich auf meiner Seite konnte in meiner letzten Runde seine letzte Einheit mit allen noch vorhandenen Charaktermodellen, kombiniert angreifen und mit einem Kampfergebnis von -27 vernichten. Das Spiel endete mit einem 14:2 für mich.


Spiel 5

In der Mittagspause konnten die Armeen bewundert werden, die für den Preis "Best Painted Army" nominiert worden waren. Stephan mit seinen Ogern durfte sich ebenfalls zu den Glücklichen zählen. Hauptsächlich wurde das Teilnehmerfeld von Chaos-Armeen dominiert. Im Endeffekt gewann auch eine Solche. Der Kontrast zwischen den Schnee-Bases und den Miniaturen war meiner Meinung der ausschlaggebende Punkt.

Nach der Abstimmung durch die Spieler, ging es gleich zum letzten Spiel des Tages und damit auch zum letzen Spiel des Turniers. Ich traf auf einen Spieler, gegen den ich auch schon im "Alsterkloppen light" gespielt hatte. Er trat auch diesmal wieder mit seinen Dunkelelfen an. Er stellte 2 Mantigore, eine Hydra, Infanterie und eine Stufe 4 Magierin auf. Das Szenario kam mir wieder zu gute, da Flieger und Beschuss stark eingeschränkt waren. Ich versuchte mein Glück im Angriff, mein Gegner in der Magie. So mussten mein Riese und die Minotauren seiner Magierin klein beigeben. Meinen Kommandanten und einen Großteil der anderen Truppen verlor ich im Nahkampf. Mein Tzeentch-Held wurde in Panik versetzt und floh durch unpassierbares Gelände. Autsch! Im Endeffekt konnte ich noch seine Streitwagen, seinen Armeestandartenträger und die Hydra ausschallten. Da in seinen beiden Mantigoren sehr viel Punkte steckten, gewann mein Gegner verdient mit 11:5.


Ausklang

Damit stand ich auf Platz 47. Ein Ergebnis, mit dem ich durchaus zufrieden bin. In unserer internen Teamwertung gewann damit Team "Alt" ;-).

Nun fehlte nur noch die Siegerehrung. Diese wurde dann auch nach einer kurzen Abbaupause durchgeführt. Als erstes wurde mitgeteilt, das leider das Kategorie-System im zweiten Spiel nicht mehr zur Anwendung gekommen war (Probleme mit dem GöPP). Dann wurden die Preise und Urkunden vergeben. Die Top 3 bekamen jeder ein Katana (japanisches Schwert) und einen Pokal. Das Turnier hatte Gitzbang mit seinen Echsenmenschen gewonnen.

Nach der Siegerehrung konnten wir noch jemanden von der Orga überreden von uns ein Gruppenfoto zu machen und dann ging es auch schon wieder Richtung Heimat.

Nach einem Abstecher in einer Raststätte und ca. 5 Stunden Fahrt, kamen wir so gegen 0:00 Uhr wieder in Berlin an.

Schlussbetrachtungen

Es hat wirklich Spaß gemacht mal an einem Zweitages-Turnier außerhalb von Berlin teilzunehmen. Einerseits weil die Orga ein wirklich schönes Turnier auf die Beine gestellt hat, andererseits weil man mal die Vereinskollegen länger gesehen hat und über Gott und die Welt, in einer wirklich lustigen Runde, quatschen konnte. Ich hoffe das unser "Gast" Boris sich ebenfalls in unserem Kreise wohl gefühlt hat, uns hat es auf jeden Fall gefallen.

Bis zum nächsten Mal

André ("Die Wölfe II")   

Fotos: René und Sascha   

Und hier sind die Bilder.