Andrès Bericht

Tabletop- und Strategiespieleverein Siemens Berlin

Am Wochenende 20.05./21.05. 2006 fand nun schon zum zehnten Mal unser Turnier statt. Wir hatten Startplätze für 50 Leute vorgesehen, von denen nach allen An- und Abmeldungen 44 kommen wollten. Zu guter letzt tauchten dann aber nur 38 auf, die dann während des Wochenendes auch noch auf 36 schrumpften. Dazu aber im Turnierbericht mehr. Da es sich ja um ein Jubiläums-Turnier handelte, dachte ich, ich könnte mal einen etwas umfangreicheren Bericht versuchen.

Hier erst einmal meine Armeeaufstellung:

1

Wargor
Mark of Chaos Undivided; General
Sword of Might [20]
Talisman of Protection [15]
Chaos Armour [10]

105
1

Wargor
Mark of Tzeentch; Lore of Tzeentch; Great Weapon; Shield
The Dark Heart [25]
Trollhide Armour [20]

181
1

Bray Shaman
Mark of Chaos Undivided; Magic Level 2; Braystaff
Dispel Scroll [25]
Dispel Scroll [25]

166
19

Tzaangors
Mark of Tzeentch; Great Weapon; Heavy Armour; Standard; Musician;
Gouge-horn
The Gore Banner [25]

303
17

Beast Herd
12 Gors; Hand Weapon & Shield; Standard; Musician; Foe-Render
5 Ungors; Spear; Shield

144
11

Beast Herd
6 Gors; 2ndWeapon; Standard; Musician; Foe-Render
5 Ungors; Spear; Shield

97
12 Beast Herd
6 Gors; 2ndWeapon
6 Ungors; Spear; Shield
66
1

Tuskgor Chariot
Mark of Chaos Undivided

85
1 Tuskgor Chariot
Mark of Chaos Undivided
85
1 Tuskgor Chariot
Mark of Chaos Undivided
85
10

Centigors
Spear; Throwing Axes; Light Armour; Shield; Standard; Musician;
Gorehoof

255
4

Minotaurs
Mark of Chaos Undivided; Great Weapon; Light Armour

196
3

Dragon Ogres
2ndWeapon; Light Armour

231
1999

1. Spiel - Szenario Schlauch - Zwerge (Stefan Jakubs)

Mein erster Gegner war ein Zwergenspieler. Seine Armee war toll bemalt (nominiert für Best Painted Army ) und er war ein sehr netter Gegner. Die Armee sah wie folgt aus:

1

Thain (Gromrilrüstung, Schild, Feuerrune, Meisterrune des Trotz, Eidstein)

1

Thain (Meisterrune von Kragg, Schmetterrune, Rune der Geschicklichkeit, Rune der Unverwundbarkeit,                           Steinrune)

1

Drachenslayer (Meisterrune der Flinkheit, Snorri Flitterhelms Rune)

15

Musketenschützen (Schild, Kommando)

16

Klankrieger (Zweihandwaffe, Kommando)

19

Klankrieger (Zweihandwaffe, Kommando)

19

Langbärte (Schilde, Kommando, Mutrune, Runde des Arkanen Schutz)

16

Eisenbrecher (Kommando, Mutrune, Entschlossenheitsrune)

16

16 Slayer (4 Riesenslayer)

1

Gyrokopter

In der Schlauch-Mission standen sich beide Armeen in einem 8 Zoll breiten Korridor gegenüber. Die Armeen mussten nach einer bestimmten Marschordnung aufgestellt werden, die vorher festgelegt worden war. Ich stellte die kleine Herde ohne Kommando als erstes auf, gefolgt von 3 Streitwagen, Centigors, Drachenoger, Minotauren und Tzaangors. Als letztes folgten die 2 größeren Herden. Der Schamane kam hinter die Centigors, der General in die große Herde und der Tzeentch-Held in die Tzaangors. Mir gegenüber standen Musketenschützen,  Langbärte, Slayer, Eisenbrecher, 2 Einheiten Klankrieger und ein Gyrokopter.

 Über das gesamte Turnier wählte ich für den Schamanen die Schattenmagie und für den Tzeentch-Helden, logischerweise, die Tzeentchmagie. In diesem Spiel erhielt ich für den Schamanen das Schattenross und den Schleichenden Tod, der Tzeentchheld erhielt das rote und das grüne Feuer. Nun konnte das Spiel beginnen und ich durfte anfangen. Erst überlegte ich, ob die Herde die Musketenschützen angreifen oder die Lienen der Zwerge umgehen sollten. Damit hätten die Schützen auf die Streitwagen schießen können. Also Angriff. Nach stehen und schießen und einer Nahkampfrunde floh die Herde. Mein Gegner entschloss sich zu verfolgen. Die Herde entkam. Die Centigors jedoch wurden so von Panik erfüllt, das sie flohen. Den Rest meiner Armee hatte ich weiter an das Geschehen heranbewegt. Die zwei anderen Herden waren etwas zu den Flanken ausgeschert. Mein Gegner schoss auf einen Streitwagen, konnte ihn aber nicht zerstören. In meiner nächsten Runde griff ich mit 2 Streitwagen die Slayer an. Der dritte Streitwagen und die Drachenoger krachten in die Schützen. Die Centigors sammelten sich wieder, aber die kleine Herde floh weiter, blieb aber noch auf dem Tisch.  Die beiden Streitwagen schalteten ein Menge Slayer aus, schafften aber natürlich nicht alle und blieben stecken. Streitwagen Nummer drei und Drachenoger nahmen die Schützen auseinander.

Der Streitwagen überstürmte in den Gyrokopter, Drachenoger in die Langbärte. Die kleine Herde sammelte sich wieder. Der Rest der Horde rückte weiter vor. Im folgenden Zug meines Gegners wurden die Streitwagen in den Slayern durch einen Thain und Stärke 7 vernichtet bzw. aufgerieben (manchmal sind die Kleinen ganz schön schnell). Der Streitwagen brachte den Gyrokopter irgendwie zum Absturz ;-) und die Drachenoger wurden im Nahkampf aufgerieben, entkamen aber.

Die Magie verursachte im ganzen Spiel nur ein paar Verluste, so das ich sie nicht weiter erwähnen werden.

Die Zwerge rückten weiter vor, doch ohne Beschuss konnten sie noch nicht viel tun.

In meiner Runde sammelten sich die Drachenoger wieder. Der Rest der Horde fächerte weiter auf und brachte sich in Position. Die Centigors bewegte ich den Rest des Spieles so ungeschickt, das sie nicht mehr aktiv ins Geschehen eingreifen konnten.

Der Drachenslayer griff nun meine Drachenoger an, ansonsten passierte nicht viel.

In meiner Runde griff ich mit den Minotauren die Slayer an und kam gleichzeitig auch mit den Klankriegern in Kontakt. Die Slayer wurden komplett ausgeschaltet, doch die Klankrieger standen. Der Thain wurde auch ausgeschaltet, aber ich weis leider nicht mehr durch wen, wahrscheinlich mit durch die Minotauren. Die Drachenoger hatten nicht soviel Glück und wurden auf zwei reduziert, aber standen.

Nächster Spielzug der Zwerge. Die Klankriger gewannen durch ihren hohen Passivbonus und trieben die Minotauren in die Flucht. Die Eisenbrecher und die Langbärte griffen in den Kampf mit den Drachenogern ein. Die Drachenoger schalteten der Drachenslayer aus, wurden dann aber aufgerieben und von den Eisenbrechern überrannt. Die Eisenbrecher kamen so in den Kontakt mit den Tzaangors.

Mein nächster Spielzug. Die Minotauren flohen natürlich weiter, mein Gegner freute sich schon gewaltig, jedoch blieben sie auf dem Feld. Eine Chance hatte ich also noch.

Der Tzeentchheld verlor einen Lebenspunkt, aber die Tiermenschen blieben trotzdem die Gewinner und umzingelten. Im weiteren Verlauf veranlassten die Tzaangors die Eisenbrecher zur Fluch und überrannten in die Langbärte. Da fällt mir gerade auf, auch der zweite Thain wurde ausgeschaltet, aber auch hier weis ich nicht mehr wie. Es kann sein das er mit in der Einheit der 19 Langbärte stand.

Nun würde es spannend werden. Zwerge und Tzaangors kämpften in der Runde meines Gegners einen harten Kampf, aus dem die Tiermenschen mit einem Sieg hervorgingen. Die Zwerge blieben jedoch standhaft.

Nun kam meine letzte Runde. Wir schauten gespannt auf die Minotauren, würden sie es schaffen sich zu sammeln. Ein Würfelwurf später atmete ich erleichtert auf. Sie hatten es geschafft, mein Gegner konnte es nicht glauben. Den Nahkampf der Tzaangors gewann ich wieder, die Zwerge weigerten sich aber erneut zu fliehen.

Nun kam seine letzte Runde und die letzte Runde des Spiels. Der einzige Nahkampf würde alles entscheiden. Und wieder gewannen die Tzaangors. Wir schauten gebannt auf den Aufriebtest. Und diesmal verließ meinen Gegner das Glück. Die komplette Einheit, inklusive Thain?, floh, ohne Chance zum Sammeln. Somit hatte ich mein erstes Massaker des Tages (1699:486 - 17:3). Ehrlich gesagt ist mir dies noch nie auf einem Turnier passiert.

 Ich bitte um Verzeihung das die anderen Einheiten nicht genauer beschrieben wurden. Aber sie waren zu weit vom Geschen entfernt und waren somit unwichtig für den Verlauf des Spiels. Ich muss noch einmal betonen, das mein Gegner ein fairer und netter Spieler war, gegen den ich jederzeit wieder spielen würde.

2. Spiel - Szenario Monolith - Hochelfen (Kevin Ota)

1

Edler (Elfenross, Ithilmarharnisch, schw. Rüstung, Schild, Lanze, 2Händer, Elfenstolz, Löwenherz)

1

Edler (Elfenross, Ithilmarharnisch, Drachenrüstung, AST, Schlachtenbanner)

1

Magier (Stufe 1, Meister der Magie, 2x Magiebannende Spruchrollen)

10

Bogenschützen

10

Bogenschützen

20

Speerträger (leichte Rüstung, Schild, Kommando)

20

Speerträger (leichte Rüstung, Schild, Kommando)

5

Silberhelme (schwere Rüstung, Schild, Kommando, Kriegsbanner, Harnisch)

8

Drachenprinzen (Kommando, Löwenbanner, Gesegnetes Buch, Ithilmarharnisch)

5

Grenzreiter (Speere, Musiker)

2 Speerschleudern

Diesmal ging es darum, wer am Ende des Spiels die höchste Einheitenstärke um den Monolithen hat (innerhalb von 12 Zoll), bekommt 500 Siegespunkte extra. Alle Einheiten in 12 Zoll Umkreis um den Monolithen sind immun gegen Panik.  Nach dem 4. Spielzug wurde ermittelt, ob das Spiel endet, oder nicht.

Mein Gegner stellt mir eine Hochelfenarmee entgegen. Da ich schon seit Jahren selber Hochelfen spiele, sollte ich eigentlich damit klar kommen.

Auf der linken Flanke bewegte ich die Generalsherde hinter einen Felsen. Diese deckte ich mit den Drachenogern von vorne ab. Rechts daneben kamen Centigors und die Minotauren. Die Tzaangors setzten sich so hinter den Monolithen, das sie von den Speerschleudern nicht beschossen werden konnten und sie das Missionsziel einnahmen. Sie wurde leicht nach links ausgerichtet, so das sie im Notfall auch in den Kampf eingreifen konnten. Rechts neben dem Monolithen bewegten sich die Streitwagen und die kleinen Herden nach vorne. Ihnen gegenüber standen 2 Einheiten Speerträger und die Speerschleudern.

Fangen wir mit der rechten Flanke an. Im Spielverlauf schaffte ich es mit Hilfe der Streitwagen, eine Einheit Speerträger abzuräumen. Die Herden schalteten die Speerschleudern und die Bogenschützen aus.

Die Grenzreiter die dann später im Rücken der Tzaangors auftauchten, wurden durch meinen Schamanen bezaubert (Schleichender Tod) und verloren drei Reiter. Sie griffen nicht mehr in den Spielverlauf mit ein. Nun zur interessanteren Flanke. Dort Versuchte ich mit der großen Herde, dem General und den Drachenogern eine Falle aufzubauen, die leider nicht funktionierte. Ich stellte den General so nah wie möglich vor die große Einheit Drachenprinzen inkl. General und Armeestandartenträger (Schlachtenbanner). Links von ihm lauerte die Herde, in der Front die Drachenoger. Der Plan sah vor, die Drachenprinzen so zu blockieren, das sie den General angreifen müssten, dieser würde fliehen. Dann hätten beide Einheiten (Drachenoger + Herde) angreifen können. Um die Chancen zu erhöhen, bezauberte mein Tzeentchheld die Einheit Drachenprinzen mit dem roten Feuer und schaffte sogar 2-3 auszuschalten. Leider war es das auch mit dem Plan. Die fünf Silberhelme griffen meine Centigors an und blockierten sie somit. Die Drachenprinzen konnten daraufhin meine Minotauren angreifen.

Im Nachhinein betrachtet war es aber vielleicht gar nicht so schlecht. Die Minotauren wurden natürlich besiegt und aufgerieben. Dadurch überrannten die Prinzen aber in die Flanke meiner Centigors, die vorher die 5 Silberhelme ausgeschaltet hatten. Nun war ich wieder an der Reihe und griff mit meinen Tzaangors in den Rücken der Drachenprinzen an. Im folgenden Nahkampf verlor ich eine Menge Centigors und mein Gegner ein paar Drachenprinzen. Durch meinen Passivbonus konnte ich, trotz des Schlachtenbanners, knapp gewinnen. Es würde aber in den folgenden Runden immer enger werden. Also musste Hilfe geholt werden. In seiner Runde gewann ich wieder und umzingelte weiter. In meiner nun folgenden Runde flog ich den General per Schattenross in den Nahkampf mit ein. Es gelang mir den Armeestandartenträger auszuschalten. Da der General aber unnachgiebig war, war der Kampf noch nicht beendet. Dies geschah erst eine Runde später.

Meine Drachenoger habe ich nicht weiter erwähnt, da sie an den Nahkämpfen nicht teilnahmen. Trotzdem waren sie für den Ausgang des Spiels am wichtigsten. Ich bewegte sie im Laufe des Spiels von der linken Flanke in Richtung Monolithen (teilweise sogar mit dem Schleier der Finsternis).

Nach dem fünften Spielzug endete das Spiel und wir rechneten die Einheitenstärke der Einheiten zusammen. Durch die Drachenoger gewann ich um zwei und bekam die Extrapunkte. Dadurch hatte ich mein zweites Massaker an diesem Tag erreicht (es sollte auch das letzte sein). Meine Gegner war wieder sehr nett. Es gab keine Regeldiskussionen oder ähnliches.

Durch dieses erneute hohe Ergebnis (2502:796 - 18:2) befand ich mich auf Platz 1. Es würde also im nächsten Spiel ein echter Brocken auf mich warten. Das es so wörtlich kam, hätte ich nicht gedacht. Es kamen die Bretonen, meine Angstgegner.

 3. Spiel - Szenario Kritischer Schaden - Bretonen (Thorsten Brix) 

Paladin (schwere Rüstung, Lanze, Tugend des Selbstvertrauens, Fehdehandschuh, Verzauberter Schild)

Paladin (schwere Rüstung, Zweihandwaffe, Schild, Loccke der Isolde, Gromril Vollhelm)

Paladin (AST, schwere Rüstung, Kriegsbanner, Tugend der Pflicht)

Maid ( Stufe 1, 2x Magiebannende Spruchrollen) 

Ritter des Königs

Landsknechte (Speer)

Landsknechte (Hellebarde)

Landsknechte (Hellebarde)

Pegasusritter

Questritter

Questritter

Gralsritter (Banner der Schutzes)

In diesem Szenario erhielt man 20 Turnierpunkte sobald man vom Gegner 75 % der Modelle ausgeschaltet hatte. Zusätzlich erhielten alle Einheiten mit Bewegung 7 und mehr bei einem Wurf von 1, W6 Zoll Angriffsbewegung abgezogen und konnten nicht marschieren.

 Nun sollte es also gegen Bretonen gehen. Mein Gegner stellte von mir aus gesehen links drei große Lanzen auf, gefolgt von drei Einheiten Bauern, Pegasireitern und einer 6er Lanze. Ich stellte ihm auf der linken Flanke einen Streitwagen, Centigors und Minotauren entgegen. Im Zentrum folgten die Tzaangors, Drachenoger, 2 Streitwagen und die große Herde. Die zwei kleineren Herden warteten im Hinterhalt.

Das Spiel ist eigentlich schnell erzählt. Mein Gegner hatte bei seinen Ritterlanzen ziemliches Pech, da er ein paar Mal die Eins warf, sonst wäre das Spiel noch schneller zu Ende gewesen. Kommen wir zur linken Flanke. Die Lanzen ritten auf mich zu und ich hatte nicht wirklich einen Plan was ich tun sollte. Ich schaffte zwar durch Magie sie etwas zu verkleinern, aber das war es auch schon. Also ließ ich die Centigors die Questritter angreifen.

Ich verlor und wurde überrannt. Darauf griff ich sie mit den Minotauren und dem Streitwagen an und verlor ebenfalls. Beide Einheiten weg. Die Tzaangors bewegten sie auf die Bauerneinheiten zu, gefolgt von den Streitwagen. Die Pegasireiter griffen einen Streitwagen an, der floh. Darauf ging ich mit meiner großen Herde zum Gegenangriff über und konnte die Pagasireiter nach 2 Runden zur Flucht verleiten. Dummerweise hatten natürlich die Lanzen ins Zentrum abgedreht und rieben die große Herde nach einem Angriff auf. Der Konterangriff meiner Drachenoger und eines Streitwagens in die Flanke einer Lanze wurde zurückgeschlagen und ich verlor auch diese Einheiten. Mein Schamane hatte mittlerweile die Tzaangors bezaubert, so das sie Angst verursachten (Schatten des Todes), damit konnte ich die kleine 6er Lanze besiegen und weiter in die Aufstellungszone meines Gegners vorstoßen. Von meinen Hinterhaltsherden kam nur die kleinere wie geplant hinter einer kleinen Bauerneinheit heraus. Sie griff diese in den Rücken an und verlor. Sie rannte daraufhin vom Tisch.

Die andere Herde kam auf meiner linken Flanke heraus. Sie bewegte sich auf die Bauerneinheiten zu. Nun sollte das Ende von mir eingeleitet werden. An Modellen hatte ich noch ca. 30. Sollte ich unter 20 sinken wäre das Spiel automatisch vorbei. Also entließ ich den Tzeentch-Held aus der Einheit Tzaangors, um vielleicht noch etwas mit Magie bei den Lanzen auszurichten, leider nicht mit großem Erfolg. Die letzte Herde gesellte sich neben die zweite kleine Einheit Bauern. Ich dachte sie wäre damit aus der Reichweite, der bereits umgekehrten Ritterlanzen. Ein großer Fehler. Die Herde wurde nun von einer bereits dezimierten Lanze angegriffen, obwohl mein Gegner wieder eine Eins geworfen hatte (beim Abzug für den Angriff aber würfelte er auch nur eine Eins), sie konnte aber ein Unentschieden herausholen. Meine Tzaangors griffen nacheinander noch die letzten Bauerneinheiten an und vertrieben sie. Damit standen sie schräg zu meiner letzten Herde. Im letzten Spielzug versagte meine Herde aber und floh vom Tisch. Nun musste ich für meine Tzaangors einen Paniktest ablegen. Es standen bei mir noch 22 Modelle. Nun also der Paniktest, eine 8. Ok...., verpatzt, die Einheit würde vom Tisch fliehen und somit als ausgeschaltet gelten, was meinem Gegner ein automatisches 20:0 bringen würde. Gut das ich das Gorbanner eingepackt hatte. Also Paniktest wiederholen, und nun.... Eine 6 und eine 2. Damit standen bei mir noch der Tzeentchheld und der Schamane und ich hatte mit 20:0 verloren.

Ich muss sagen das es eines meiner interessantesten Spiele auf einem Turnier war. Mein Gegner war super nett und das Spiel war spannend bis zum Schluss. Durch diese Niederlage rutschte ich erst einmal ab, womit ich gar nicht so unzufrieden war, denn so würde ich wieder in meine Gewichtsklasse kommen ;-). Leider war das Spiel so etwas wie ein Startsignal, denn mit dem Gewinnen sollte es nicht mehr klappen. Das nächstes Spiel sollte gegen Echsen gehen. 

 4. Spiel - Szenario Durchbruch - Echsenmenschen (Andreas Franz)

1

Hornnacken (Amulett des Jaguarkriegers, Glüphenhalsband, Zeichen des Sotek, Zeichen des Quetzl)

1

Hornnacken (Zeichen des Tepok, Zeichen des Quetzl, Aura des Quetzel, AST, Feuerfroschgift)

1

Skinkschamane (Stufe 2, 2x Magiebannende Spruchrollen)

10

Skinks (Kundschafter)

10

Skinks

20

Sauruskrieger (Handwaffe, Schilde, Kommando)

20

Sauruskrieger (Speer, Schilde, Kommando, Zeichen des Tlazcotl)

6

Saurus auf Kampfechsen (Huanchis gesegnetes Totem)

4

Kroxigore (Zweihandwaffe, Champion)

2

Salamander

In diesem Szenario zählten die Einheiten, die am Ende des Spiels in der Aufstellungszone des Gegners standen, als zusätzliche Siegespunkte.

Nun sollte es gegen die Echsenmenschen gehen. Auch wieder so ein Problemfall. In der Turniervorbreitung hatte ich gegen eine Armee der Echsen ziemlich schlecht ausgesehen. Und alles nur wegen diesem komischen Bewegungsbanner (Huanchis gesegnetes Totem). Hier sollte es leider nicht anders werden. Dazu aber später mehr.

Ich stellte auf meine linke Flanke einen Streitwagen, die Centigors, die Minotauren und die Tzaangors. Im Zentrum kamen die beiden kleinen Herden zum Einsatz. Auf der rechten Flanke tummelten sie die große Herde, die restlichen Streitwagen und die Drachenoger.

Die Magie war auf meiner Seite wieder nicht erwähnenswert, obwohl der Gegner nur einen Magier hatte. Nachdem wir fertig waren, war klar das jeder versuchen würde bestimmte Einheiten ohne großen Widerstand in die gegnerische Aufstellungszone zu bringen. Meiner linken Flanke standen 2 Salamander, 5er  Kavallerie und ein Schwarm gegenüber. Die beiden Skinkeinheiten nahmen keinen wirklich Einfluss auf das Spiel.

 Auf der rechten Flanke standen mir 2 große Infanterieregimenter und Kroxigore gegenüber. Ich wollte mit meiner linken Flanke durchbrechen und Extra-Punkte sammeln. Die rechte Flanke sollte meinen Gegner daran hindern meine Aufstellungszone zu erreichen. Soweit der Plan. Natürlich ging alles genauso schief, wie im Trainingsspiel. Kommen wir zu erst zur linken Flanke. Mein Streitwagen griff beständig die Salamander an, die immer wieder Flucht ansagten, bis sie sich am Ende dem Nahkampf stellten und vernichtet wurden.

Im Windschatten folgten die Centigors. Die Tzaangors, die Minotauren und die Herden sollten schon mit der Echsenkavallerie fertig werden. Nun folgte mein folgenschwerer Fehler. Anstatt wie geplant die kleine Herde genau vor die Kavallerie zu ziehen, stellte ich sie angeschrägt vor diese. Die Tzaangors rückten ein Stück vor. Die mittlere Herde griff den Schwarm an und stand damit parallel zu der kleinen Herde. Beim Schwarm blieb leider ein Lebenspunkt übrig. Im weiteren Verlauf geschah nun folgendes. Die Kavallerie griff die kleine Herde nicht sofort an sondern richtete sich genau vor ihr, ein Zoll entfernt, aus. Da war mir schon wieder bewusst, das ich den gleichen Fehler schon wieder begangen hatte. Die Kavallerieeinheit griff in der Magiephase an und überrannte die Herde.

Die Überrennbewegung brachte sie in die mittlere Herde.

Nun kam ich auf die glorreiche Idee die Minotauren durch meine Magie (Schleier der Finsternis) in den Nahkampf bringen zu wollen, was natürlich nicht klappte.

Das Ende vom Lied, Herde und die Minotauren wurden besiegt und ausgeschaltet. Die Tzaangors zogen weiter in die gegnerische Aufstellungszone. Der Tzeentchheld verließ die Einheit um den Skinkschamanen und den Schwarm zu jagen.

Den Schwarm bekam ich, den Schamanen jedoch nicht, denn dieser zauberte den Donnerkeil mit totaler Energie und erledigte den Helden. Auf dieser Seite sollte sich nichts mehr verändern, also ab zur rechten Flanke.

Hier stellte ich beide Streitwagen als Lockvögel nach vorne. Der Flitzerheld griff einen an, der Streitwagen floh aber. Nun stand der Held einsam vor seinen Truppen und wurde vom zweiten Streitwagen überrollt.

 Die Drachenoger hatte ich etwas vorgerückt und angeschrägt, um die Kroxigore abzufangen. Der Streitwagen griff die Kroxigore an, konnte aber nicht viel Schaden ausrichten und wurde vernichtet. Leider hatte ich mich mit den Drachenogern verschätzt, so das sie von den Kroxigoren angriffen und ausgeschaltet wurden. Irgendwie war ich jetzt von der Rolle, denn ich griff mit der großen Herde die Einheit Sauruskrieger mit Handwaffe an.

Obwohl mein General ordentlich zuschlug, verlor ich und wurde vernichtet. Damit war das Spiel beendet und mein Gegner hatte gewonnen (1209:2142 - 4:16). Mein Gegner war sehr nett und es war ein ruhiges und schönes Spiel. Nun dachte ich, es könnte im fünften Spiel nicht schlimmer werden, kam es aber. Skaven!

5. Spiel - Szenario "Vernichte sie alle" - Skaven (Alexander Jeschke) 

1

Häuptling (Verzweiflungsklinge, Verzauberter Schild, schwere Rüstung)

1

Warlocktechniker (Warpklingen, Verbesserter Warpkondensator, Hochleistungs-Warpenergieakkumulator)

1

Warlocktechniker (Warpklingen, Verbesserter Warpkondensator, Hochleistungs-Warpenergieakkumulator, Sturmdämon, Warpsteinamulett)

30

Klanratten (Kommando, Ratlingkanone)

25

Klanratten (Kommando, Speere)

25

Klanratten (Kommando, Speere)

20

Sturmratten (Kommando, Kriegsbanner, Ratlingkanone)

25

Klanratten (Kommando, Speere)

3

Rattenoger

24

Seuchenmönche (zusätzliche Handwaffe, Kommando, Banner des brennenden Hasses)

10 Seuchenschleuderer

In diesem Spiel zählten nur die Einheiten, die komplett vernichtet wurden, als punktende Einheiten. Diese Punktzahl wurde verdoppelt.

 Nun war es wieder so weit, das letzte Spiel des Turniers. Mich erwartete wieder ein netter Gegner, der Skaven spielte. Seine Liste wich von der Standard-Skaven-Liste ab, so das ich eigentlich positiv eingestimmt in das Spiel ging.

Ich stellte auf meine linke Flanke die Centigors. Ins Zentrum kamen die Streitwagen, die kleinen Herden und die Tzaangors. Die rechte Flanke wurde von den Minotauren, den Drachenogern und der grossen Herde gehalten.

 Das Spiel an sich ist schnell erzählt. Die Centigors verfielen im zweiten Spielzug in Raserei und mussten die Rattenoger angreifen. Sie gewannen den Nahkampf und mussten verfolgen. Sie überrannten die Rattenoger und blieben in einer Ratlingkanone hängen. Damit war meine linke Flanke Geschichte. Die Klanratten griffen die Centigors in die Flanke an und trieben sie in die Flucht. Sie sammelten sich zwar wieder, wurden aber erneut angegriffen und flohen schlussendlich vom Tisch. Im Zentrum konnte ich zunächst einen Sieg verbuchen. Die Mönche mussten durch ihr Banner vorstürmen und wurden von zwei Streitwagen überfahren.

Das war es dann aber schon. Die Herden wurden entweder im Nahkampf besiegt oder durch die Ratlingkanonen ausgeschaltet. Das gleiche Schicksal ereilte die Streitwagen und die Minotauren. Meine Tzaangors erwischte es am Schlimmsten. Ab der zweiten Runde hatte ich sämtlich Bannspruchrollen verbraucht und konnte mit meinen Bannwürfeln nichts ausrichten, mein Gegner würfelte einfach zu hoch. Aber zurück zu meinen Tzaangors, diese wurden durch Magie fast in einer Runde komplett ausgeschaltet. Nur der Tzeentchheld blieb allein vor der Skavenfront stehen. Aus Frust ließ ich ihn einen einzeln Warlock-Techniker angreifen. Die Angriffsbewegung reichte aber leider nicht aus. Mein Gegner meinte dann überrascht, das er zumindest das "Dunkle Herz" erwartet hätte. Richtig, da war ja noch etwas. Ich blickte ihn fragend an und er ließ den Wurf für die zusätzlichen Zoll zu. Eine Sechs später stand ich im Nahkampf. Leider sollte mir das nicht wirklich helfen, denn alle drei Attacken trafen nicht. Daraufhin wurde der Tzeentchheld in der Flanke von einer Einheit Klanratten angriffen und verlor den Nahkampf. Er sammelte sich auch nicht mehr, galt aber auch nicht als Verlust. Die rechte Flanke sah auch nicht besser aus, ich schaffte es einfach nicht einen vernünftigen kombinierten Angriff mit der großen Herde und den Drachenoger auf die Sturmratten hinzubekommen. Dadurch verlor ich alle Nahkämpfe und die Einheiten.

Damit war mein letztes Spiel vorbei (1832:3092 - 3:17). 

Rückblick:

Hier meine Gedanken zu meiner Armeeliste und Danksagung an alle Beteiligten.

Generell spiele ich Warhammer um Spaß zu haben und nette Leute kennen zu lernen.

Ich habe wenig Geschick wie man aus einem Armeebuch das Maximum herausholen kann, deshalb spiele ich oft Listen, die Modelle enthalten, die mir gefallen oder die zu einem Thema passen. Das Auge spielt bei mir also immer mit und selbst wenn ich haushoch verliere, ist mir ein toll gestaltetes Schlachtfeld mit gut bemalten Armeen es allemal wert das Spiel zu Ende zu bringen.

Bei dieser Turnierliste musste ich natürlich erst einmal alle Vorgaben erfüllen, also nahm ich alle Infanterie mit, die ich bemalt hatte. Den Rest füllte ich mit Einheiten auf, die mir gefielen. Also Minotauren, Centigors, Streitwagen und Drachenoger. Bei den Helden wurde es schon schwieriger. Ich wollte auf jeden Fall ungeteiltes Chaos spielen, also war der General klar. Ich hielt ihn so billig wie möglich, da ich ihn als Verstärkung  für meine große Herde haben wollte. Sollte diese mal fliehen, was bei Moralwert 7 ganz schnell geht, sollte mich sein Verlust nicht allzu schmerzen. Zur magischen Unterstützung wählte ich einen Stufe 2 Schamanen. Mein Schamane blieb beim ungeteilten Chaos. Er war dadurch billiger und konnte seinen Moralwerttest wiederholen. Ok, Moralwert 6 ist nicht besonders viel, aber mein Schamane läst mich nie im Stich ;-). Da ich schon immer ein Fabel für Tzeentch hatte und ich außerdem ein toll umgebautes Modell besitze (danke Bruder ;-)), kam dieses auch als mein zweiter Magier zum Einsatz. Nun hatte ich aber das Problem das noch eine Einheit das Mal des Tzeentch erhalten musste. Minotauren gingen nicht und Kreischer durfte ich durch die Beschränkungen nicht einsetzen. Also mussten meine Bestigors herhalten. Um sie weniger anfällig für Panik zu machen, erhielten sie das Gorbanner. In der Turniervorbereitung hatte es mir gute Dienste geleistet. Im Turnier selbst versagte es aber (siehe Spiel 3). Nun hatte ich sogar 7 Energiewürfel. Doch auch die sollten mir nicht viel helfen, denn die offensive Magie auf dem Turnier hielt sich in Grenzen (obwohl ich bis auf das letzte Spiel immer einen Magier mehr hatte als der Gegner ;-().

Zurückblickend muss ich sagen, das das Turnier mir wieder sehr viel Spaß gemacht hat und ich die Beschränkungen und Szenarien sehr interessant fand. Noch einmal vielen Dank an die Orga und alle Beteiligten.

Gruß
Die Wölfe

(Bericht: André, Fotos: René und Sascha)