Belagerung

Tabletop- und Strategiespieleverein Siemens Berlin

Am 27.08.2005 hatten wir etwas Besonderes vor. Es war an der Zeit die vereinseigene GW-Festung ihrer Bestimmung zuzuführen, eine Belagerung wollten wir spielen. Die Parteien waren schnell gebildet und so ging es am Samstag um 11.00 Uhr los.

Die Parteien

Auf Seite der Guten standen:
Der Imperator Karl Franz und Wolf I der Jüngere mit Imperium und MacCall mit seinen Bretonen.
Ihre Widersacher auf Seite der Bösen waren:
Wolf II der Ältere und Brumbaer mit Tiermenschen und Blood Dragon und Robert III mit Vampiren.

Die Regeln

Der Deutsche an sich, ist ja bekannt für seinen Reglementierungsdrang. Und so konnten auch wir erst beginnen nachdem wir uns auf einen Satz Regeln geeinigt hatten:

  • Die Angreifer verfügen über insgesamt 9000 Punkte und die Verteidiger über 6000 Punkte.
  • Beide Seiten können Verteidigungs- und Belagerungsgerät ohne Beachtung von Punktkosten wählen.
  • Die Hälfte der Verteidiger befindet sich zu Beginn der Belagerung in der Festung.
  • Die Einheiten der anderen Hälfte erscheinen zufällig ab dem 3. Spielzug
    (ab 3+). Wobei alle Einheiten die in der gleichen Runde erscheinen das Spielfeld von der gleichen ebenfalls zufällig bestimmten Tischkante betreten.
    Die erscheinenden Verteidiger dürfen sich in der Runde in der sie erscheinen normal bewegen aber nicht angreifen.
  • Das Spiel soll Spaß machen.
Das Spiel

Nachdem der Startschuss gefallen war bewegten sich die Angreifer so schnell wie möglich auf die Festung zu. Die Tiermenschenarmee von Wolf II unternahm sofort einen Sturmangriff auf das Tor, unterstützt von den Vampiren unter dem Befehl von Robert III. Brumbaer und Blood Dragon stürmten mit ihren Horden die kurze Seite der Mauer. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass die Gruppe von Tiermenschen, die gegen das Tor vorging, für den Sturm einer Festung ungeeignet waren. Sie erreichten zwar trotz heftigen Artilleriebeschusses das Tor, konnten es aber nur leicht beschädigen. Im Gegenzug bewarfen die Verteidiger die Tiermensch mit Allem, was zur Verfügung stand: Steinen, heißem Öl, Flüchen, Ambossen und Klavieren. Als der leitende Tzeenchheld der Gefahr bewusst wurde, die von den Kriegsmaschinen ausging, rief er sein magisches Schattenross und flog direkt auf die Mauer um die Kanonen zum Schweigen zu bringen. Doch Helden sind auch nicht mehr das was sie einmal waren und die Kanonenbesatzung erschlug ihn fast im Vorbeigehen ohne ihre Arbeit zu unterbrechen.
Zwischenzeitlich hatten die Angreifer auf der schmalen Seite der Mauer diese ebenfalls erreicht. Es war ein harter Kampf auf der Mauer Krone und obwohl es den Verteidigern gelang mehrere Wellen der Angreifer abzuwehren, waren sie dazu verdammt zu unterliegen. Besondere Erwähnung bedürfen der Vampir und der Tiermenschenheld, die sich durch besonderen Mut und Kampfeskraft auszeichneten. Dem Riesen gelang es eine Bresche in die Mauer zu schlagen. Zwar erst nachdem die Skelette und Tiermenschen die Mauer gestürmt hatten, aber bringen sie einmal einen Riesen davon ab mit dem Kopf gegen die Wand zu hämmern, wenn er erst einmal damit angefangen hat.
Und als die Tiermenschen von der Mauer in den Burghof fluteten gelang es auch den Vampiren am Tor, dieses aufzubrechen.
Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass die Entsatzstreitmacht bisher mit keinem Wort erwähnt wurde. Dies geschah bewusst um deren Gefühle nicht zu verletzen. Es sei nur gesagt, dass Rüstungen völlig überbewertet werden und das Glück nicht immer mit dem Tapferen ist.

Das Spiel

Das Spiel endete nach 7 Stunden. Die Belagerer hatten es zwar geschafft den Burghof zu erreichen, konnten ihn aber in der vorgegebenen Zeit nicht völlig von den Verteidigern befreien. Und so ergab sich ein knapper Sieg für die Belagerer.
 
Abschließend bleibt zu sagen, das wieder ein entspanntes Spiel zu Ende ging, das allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht hat.  Bis zum nächsten Mal.
 
Die Fotos auf der folgenden Seite wurden von den Wölfen und MacCall geschossen.