Räuber Warhammer

Tabletop- und Strategiespieleverein Siemens Berlin

7. Januar, 11:00 Uhr MEZ, 6 Warhammerspieler und ein Schiedsrichter, die Bühne ist bereitet für ein etwas anderes Warhammer Turnier.

Im ersten Spiel ging es darum zu verlieren, je höher desto besser. Dieses ungewöhnliche Szenario erforderte ungewöhnliche Strategien. So stürmten imperiale Ritter auf die feindliche Linien zu, um dann plötzlich umzu schwenken und ihre Flanke zu entblößen. Oder Nekromanten die in einer lockeren Linie dem Feind entgegentraten, alleine, ohne Unterstützung.
Allerdings wurde die Opferbereitschaft zum Leidwesen der sich Opfernden häufig belohnt. So wehrten sich die Ritter tapfer gegen die in der Flanke angreifenden Wolfsreiter und die Nekromanten konnten sich lange unbehindert über das Spielfeld bewegen, weil ihren Gegnern immer wieder die für einen Angriff notwendigen Angsttest misslangen.

Enrico vs. Matthias - 0 : 0

Enrico war besonders mit seinen Fanatics zufrieden, denen es schon früh im Spiel gelang einen eigenen Streitwagen und einen befreundeten Zauberer zu erlegen, noch bevor der Feind in der Lage war Enricos Armee Verluste zu zu fügen. Und als dann auch noch seine zwei Fanatics durch die eigenen Nachtgoblins pflügten, konnte er sich eines Lächelns nicht erwehren.
Mit seinen Wildschweinreitern, die er immer wieder erfolgreich in Schwierigkeiten brachte, aber denen es ein ums andere Mal gelang sich zu sammeln, war er weniger zufrieden.
Zaubermantel, Zauberstab und Zauberhut sind alt bekannt. Matthias erfand dazu die Zaubererkette. Allerdings ist dies kein magisches Acessoire, sondern eine lose Formation von zauberkundigen Kreaturen, die dem Feind todesmutig gegenüber tritt und ihn zum Angriff herausfordert. Doch die Gobbos spielten nicht so recht mit und liesen sich lange bitten. Aber als es endlich soweit war und die Zauberer ausgeschaltet wurden, war die Freude um so grösser.
Gegen Ende führten Fluchritter und Wildschweinreiter, einen seltsamen Tanz auf, immer bemüht dem Gegner die Flanke oder den Rücken zuzudrehen und ihn zum Angriff zu zwingen. Während der Gegner jeweils verzweifelt nach einer anderen billigeren Einheit suchte, die er statt dessen angreifen könnte.

André vs. Robert - 0 : 0

Dieses Spiel bot die besten Voraussetzungen für eine klare Niederlage Andrés.
Entsprechend zuversichtlich ging er in das Spiel. Doch schon der erste Angriff zeigte, dass Verlieren gar nicht so einfach ist. Seine zwei Streitwagen verursachten 14 Aufprall Treffer, etwas was ihnen, wenn es ums Gewinnen geht, noch nie gelungen ist. Und zu allem Überfluss legten sie beim nächsten Angriff gleich 13 Aufpralltreffer nach. Auch musste André bald erfahren, dass das Nicht-Sammeln einer Einheit genauso schwer ist wie das Sammeln.

Und im gleichen Masse, wie dieses Erkenntnis André schmerzhaft traf, so war sie dazu angetan Robert zu erfreuen.
Und so freute er sich über jeden Aufpralltreffer den seine Truppen einstecken mussten und jeden bestandenen Sammeltest seiner Gegner.
Und er schickte seine Zombies gegen Drachen Oger und Skelette gegen Minotauren und er schöpfte Hoffnung den sicheren Sieg in eine Niederlage zu verwandeln.
Und so gab es, wie sooft wenn beide versuchen zu verlieren ein Unentschieden.


René vs. Matthias - 8 : 4

Manche Leute meinen es ernst und Rene'e erst. Erster Zug, gleich die Ritter nach vorne in die Reichweite der Gegner und die Flanke präsentiert. Die Pobacken zusammengekniffen und die HSK über das Spielfeld geschoben, egal wohin, Hauptsache sie kommt nicht in die Verlegenheit zu schiessen.
Und dann zeigt das Würfelglück seine häßliche Seite. Die Imperialen zeigen sich standhaft. Die Ritter trotzen dem Flankenangriff.
Der feindliche Riese verliert seinen Nahkampf und flieht.

Doch nichts ist von Bestand, erst Recht nicht Renés Würfelglück. Und so kommts wie's kommen muss, das Spiel fällt wieder um.
Jetzt kommt Matthias große Stunde. Hellsichtig realisiert er, dass sie, wenn es so weiter geht, einem Unentschieden, einer Nullrunde entgegensteuern. Er entschliesst sich, die Gunst der Stunde zu nutzen und auf einen richtigen Sieg zu setzen. Treu dem Motto: "Besser wenige Punkte als gar keine". Und die Entscheidung wird belohnt. Nach dem ersten Spiel belegt er den zweiten Platz. René allerdings den ersten.

Und weiter zum Schlittenrennen.